Von Fallobst, einem Hahn und kleinen Affen

Mein WeckerMeine Nächte hier sind nicht ohne Zwischenfälle. Abends verbringe ich mind 5 Minuten damit mein Moskitonetz – wo auch immer möglich – unter die Matraze oder zwischen Matratze und Bettgestell zu „friemeln“. Bin ich dann drinnen und hab meine „Einstiegsöffnung“ abgedichtet – merke ich regelmäßig nach dem ich es mir gemütlich gemacht habe, dass ich irgendwas „draußen“ vergessen habe. An nicht wenigen Abenden wiederhole ich dieses Spielchen auch ein paar Mal. Mein Hüttchen hat ein „gewelltes Dach aus Plastik“ (das Wort „Wellplastik“ gibt es ja denke ich nicht). Schon in einer der ersten Nächte saß ich nach einem lauten Knall senkrecht im Bett. Stockdunkel – mein Herz raste wie wild und ich wußte im ersten Augenblick garnicht wo ich war.
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Werde ich Veganer?

Veganes Restaurant DAOIch glaube kaum 😉  Obwohl mir das Grundprinzip eines veganen Lebens und dessen Auswirkungen auf meinen Körper inzwischen sehr sympathisch sind. Wir haben uns vor einiger Zeit einen Vortrag von einen Aktivisten angesehen, der für die Rechte der Tiere kämpft. Wir haben schreckliche Bilder von Tieren im Todeskampf gesehen und nicht wenige hier haben sich bald die Augen zugehalten und geweint. Ich sehe so etwas nicht zum ersten Mal – aber wie es nun mal so ist…. Man ist schockiert, entsetzt… schiebt es zur Seite und geht ein paar Tage später ein leckeres Steak essen. Continue reading „Werde ich Veganer?“

Komfort ist relativ

4 Bed dormUrsprünglich wollte ich schreiben „der fehlende Komfort ist in den Hintergrund gerückt“, aber dann habe ich meine Situation hier etwas genauer unter die Lupe genommen. Lebe ich hier wirklich „unkomfortabel“? Nein. Natürlich ist das hier kein Sterne Hotel mit Klimaanlage, eigenem Bad, Toilette und täglich frischen blütenweißen Handtüchern. Ich kenne aber inzwischen die Dorms im Haupthaus. Damit mehr Leute hier unterkommen können wurden einige „Private Rooms with Bathroom“ zu Dorms umfunktioniert und mit Stockbetten ausgestattet. Da wohnen dann zwischen 4 und 6 Leute. Da der Platz aber immer noch nicht reicht schlafen auch manche einfach im Gang auf Matratzen, die auf dem Boden liegen. Dann gibt es noch die 2 Dorms im Nebengebäude. Sie teilen sich mit mir und den anderen „Garden Hut Bewohnern“ das Badezimmer neben der „Küche“. Continue reading „Komfort ist relativ“

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort,

Yoga Halleso fühlt sich das hier an. Es geht mir also sehr gut 🙂 und ich freu mich, dass ich nach kurzer Zeit schon ein Teil dieser tollen, warmherzigen Gemeinschaft geworden bin. Die zwei Lehrer (ein Pärchen aus Israel) Parsit und Kobi sind wahnsinnig charismatisch, sie strahlen Ruhe aus, sind sehr humorvoll, zum „umarmen“ nah und jeder hier begegnet ihnen mit Respekt. Continue reading „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort,“

Mein Tagesplan

Um 6 Uhr früh läuft einer der Yoga Schüler mit einem Gong durch den ganzen Tempel und weckt alle. Bis 9 Uhr wird nicht gesprochen. Das ist gewöhnungsbedürftig – aber mir ist nur am ersten Morgen ein einziges „Good Morning“ rausgerutscht. Mir gefällt diese Zeit. Im Haus gibt es heißes Zitronen-Ingwer-Wasser – Kaffee ist hier tabu.
Ab 6:30 Self practice – da ich noch nix kann – lasse ich das erstmal ausfallen (also das hier ist kein Wahlprogramm – man soll pünktlich zu jeder Stunde kommen!) Und dann kommt der für mich bisher schwerste Teil des Tages. Die ersten 2 Stunden Yoga. Continue reading „Mein Tagesplan“

Vagabond Temple

vom Busbahnhof aus ging es erstmal mit dem tuk tuk in ein Internetcafe um die letzten 2 Berichte ins Netz zu stellen. Und dann ging es weiter wie gewohnt – mein Fahrer fand das Haus nicht und fuhr mit mir 60 min in der Gegend rum – nach 10 min hätten wir da sein können! Naja ich hab ja Zeit und so habe ich schon einen ersten Eindruck von der Gegend hier bekommen. Arm und auch leider sehr viel Müll.

Ich wurde hier sehr herzlich aufgenommen. Ich schätze es sind 25 Leute. Continue reading „Vagabond Temple“

Weiterreise nach Sihanoukville

Phnom Phen VerkehrschaosUm 8 klingelte das Telefon. Der Chef wollte wissen ob alles ok ist ist – ich wollte doch um 7 mit dem Bus weiter – ich hab voll verpennt.
Beim Auschecken hab ich ihm und seiner Frau die Sache mit der Visa Verlängerung erzählt. 10 min später saß ich in seinem Auto auf dem Weg zum Flughafen 😉 Ich hätte meinen Reisepass 1 Woche da lassen müssen – das wusste ich nicht. Der nette Beamte hat mir aber ein Kärtchen von einer Argentur in Sihanoukville gegeben, die das auch machen kann.  Continue reading „Weiterreise nach Sihanoukville“

35 Stunden

so hatte ich mir das ja nicht gedacht – 35 Stunden von Zuhause nach Phnom Phen.
Es fing schon im Zug an: beim Aussteigen am Frankfurter Flughafen verfing sich einer meiner Rucksackgurte in einer Armlehne, die grad runtergeklappt wurde. Da ich den Ausgang versperrte – verzogen sich meine Mitreisenden zum nächsten Ausgang. Ich zog drehte und wackelte an dem blöden Gurt und fragte (also ich „fehlte“ eher) nach einem Taschenmesser.  Continue reading „35 Stunden“

Was man am Tag vor der Abreise überhaupt nicht braucht….

…ist eine Internetseite, die urplötzlich nicht mehr funktioniert!!!! Ich habe heute 6 Stunden nach Ursachen gesucht und nichts gefunden – bis ich dann meine erste Rücksicherung gestartet habe.  Die Vorstellung, dass meine ganze Arbeit für die „Katz“ war und ich ohne meine Seite losziehe, an der ich jetzt schon wirklich Freude habe…war sehr sehr nervenaufreibend! Jetzt bin ich definitiv „urlaubsreif“ 😉

 

Oh! die „Last“ mit dem Ausreiseticket

Ich weiß, dass man zur Einreise nach Kambodscha ein Aus- bzw. Weiterreiseticket braucht.

Trotzdem war ich so mutig oder unvernünftig (was von beidem wird sich bald rausstellen) nur einen Hinflug zu buchen. Ich wollte mich einfach nicht festlegen wie es nach meinen ersten 4 Wochen weitergeht. Mein grober Plan ist es nach meinen Yoga-Wochen durch Vietnam zu reisen. Ob jedoch mit einem Flug aus Kambotscha erst in den Norden Vietnams und dann Richtung Süden oder aber mit dem Bus nach Ho-Chi-Minh-Stadt und dann in den Norden… das weiß ich noch nicht. Die Freiheit mich nicht festzulegen  –  ist mir das Risiko wert! Vielleicht ändere ich meinen Plan und reise durch Laos!?

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Yoga in Kambodscha – Vagabond Temple

am 30.04. geht es los!  Der Flug ist gebucht und ich weiß auch schon wo ich die ersten 4 Wochen verbringen werde. Die letzten Monate waren anstrengend und ich habe meine Zeit überwiegend alleine zuhause vor meinem Rechner verbracht um bei meinen Abschluss zum Webentwickler gut abzuschneiden.

Ich suchte lange nach einem Ort an dem Körper und Seele erstmal zur Ruhe kommen können und habe ihn im Vagabond Temple (in Sihanoukville) hoffentlich gefunden.

Als totaler Yoga-Neuling wäre es vielleicht besser gewesen – erst mal „reinzuschnuppern“, aber meine Sehnsucht nach „abschalten“, nach Stille in meinem Kopf war so groß, dass ich 28 Tage „Yoga und Meditation Retreat“ nicht widerstehen konnte.

Nach meiner Buchung hab ich jetzt erfahren, dass das wohl auch ziemlich anstrengend werden könnte – aber ich hab ja Zeit mich da reinzufinden…. (mal wieder typisch ich)