Das erste kleine Erdbeben und ein Tag am Meer

Ich saß in meinem Zimmer auf dem Boden und habe meinen Rucksack für den Tag gepackt und plötzlich wackelte alles. Nur ganz kurz – vielleicht 2 oder 3 Sekunden. Ich bin gleich zu J, aber sie hatte es im Erdgeschoss überhaupt nicht bemerkt. Ihr Handy meldete wenig später – Erdbeben Stärke 2,0 – also ein Mini-Wackler 😉 Puh! Also das ist echt kein angenehmes Gefühl. 

Ich bin vor den anderen aus dem Haus und hatte vor, am Bahnhof gemütlich einen Kaffee zu trinken, meinen Blogeintrag von gestern noch fertig zuschreiben (mir waren die Augen zugefallen), hochzuladen und meine Whatsapp-Nachrichten zu beantworten.
Leider ist das hier mit dem „FREE WIFI“ gar nicht so einfach wie bei uns. 
Hier muss man meistens erst irgendwo irgendwie anrufen, bekommt ein Passwort und muss sich dann registrieren. Hat bei mir aber leider nicht geklappt. Das hat mich „ein wenig“ geärgert.

Aber weiter – auf zum Meer – auf zur Insel Enoshima.
Diesmal musste ich sogar von einer Zugline in die andere umsteigen. Hat auch ohne Probleme geklappt 🙂 Nach etwas mehr als einer Stunde war ich am Meer.

Die Insel ist mit einer Brücke mit dem Festland verbunden. Auch hier so einige Touristenläden… aber noch ist auch das hier für mich interessant und ich habe viel Zeit damit verbracht, durch die kleinen Geschäfte zu laufen, alles anzusehen und hier und da mal etwas zu probieren. Süßkartoffelsofteis hatte mir Jenny empfohlen und das war auch sehr lecker. An „Oriental Mustard“, „Jellyfisch“, „Black Soybeans“ habe ich mich noch nicht gewagt 😉 aber ich habe auf dem Heimweg das „Green Tea“ Eis probiert – und einmal reicht mir auch.

Die Insel ist eigentlich nur ein kleiner Berg im Meer. Für die Faulen und die, die nicht gut laufen können gibt es doch tatsächlich mehrere Rolltreppen mit denen man gemütlich bis zum höhsten Punkt kommt (Ich glaube es war 1 Euro pro Rolltreppe). Nachts muss es dort oben wunderschön aussehen. Die haben Millionen kleiner Lichter verbaut!

Mein Mittagessen – zwei kleine Reisbällchen (die es in x verschiedenen Variationen gibt) – habe ich mir vorher kurz nach dem Bahnhof im Supermarkt gekauft. Ich habe ein schönes Plätzchen am Meer gefunden und beiße gerade das zweite Mal ab – denke mir: oh schmeckt das klasse – da macht es „WUSSSCHHH“ – weg war es!!! Ein Falke (vielleicht auch ein Bussard) hatte sich mein Reisbällchen geschnappt. Hab‘ ich mich erschrocken!!!! und wahrscheinlich habe ich auch Glück gehabt, das ich nirgends einen Kratzer habe.

Zurück gekommen bin ich erst um 18:30 Uhr ! Dann hab ich wieder mit Yu gespielt und J hat in der Zwischenzeit gekocht. Essen – noch ein bisschen spielen – und ab ins Bett!

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Jetzt ist schon Mittwoch Abend. Heute nachmittag waren J und ich beim Frisör. Mit der Yu-Betreuung haben wir uns abgewechselt. Schön war, dass J dem Frisör erklären konnte was ich wollte und da sie ja schon einen ganze Weile hier lebt, wusste sie, dass es wichtig war dem Frisör zu sagen, dass ich gerne Volumen möchte und nicht wie von den Japaner gewünscht – das Volumen „rauszuschneiden“.

Dinge, die ich neu gelernt habe:
– Balkone sind hier nur zum Wäsche aufhängen da! Auch heute bei 17 Grad und Sonnenschein sitzt kein Japaner auf seinem Balkon. Wenn ich dort Menschen sehe, sind es nur Frauen, die gerade dabei sind Teppiche auszuklopfen oder Wäsche aufzuhängen. Aber da sitzt nie jemand.

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