Kamakura – war einmal die Hauptstadt Japans

.. aber das ist lange lange her (1185 bis 1333)
Heute soll einer der letzten Sonnentage gewesen sein. Es ist ein Taifun im Anmarsch, der die nächsten Tage viel viel Regen mit sich bringen soll. Deshalb habe ich heute das schöne Wetter (29 Grad) nochmal für einen Ausflug genutzt. Das war heute aber überhaupt nicht so einfach, denn die Züge hatten Verspätung und manche sind ausgefallen. In Tokio beträgt die durchschnittliche Verspätung der Bahn 20 SEKUNDEN und 5 Minuten gelten als „signifikant“! Heute sind aber auf der wichtigsten Pendlerstrecke 2 Züge kollidiert – zum Glück nur Blechschaden. Täglich nutzen eine Million Menschen diese Strecke und dementsprechend waren die Auswirkungen. Ich hatte das Glück, dass ich diesmal nicht nach Tokio sondern in die entgegen gesetzte Richtung wollte – Google Maps hat auf die Fahrplanänderungen nicht so schnell reagiert wie gewünscht, aber trotzdem bin ich schon nach 1,5 Stunden in Kamakura angekommen. Upps – das kenne ich doch! Da war ich ja schon mal 😉 Leider ist mir das bei meiner Planung am Vortag nicht aufgefallen. Okay – da war Winter, also jetzt nochmal im Sommer. Aber erstmal eine rauchen.

Nur wo? Es gibt für alles eine App – auch für Smoking Areas in Japan 😉 Das sie unzuverlässig ist, habe ich schon gemerkt, aber wie sehr – erst heute. Es ist ein schweres Los ein Raucher in Japan zu sein. Um 9 Uhr früh bin ich los und ich habe bis 15 :30 Uhr nur ein Plätzchen gefunden, wo ich rauchen durfte! Aber diesmal nicht etwa in der prallen Sonne im Stehen irgendwo draußen – sondern hier in einem kleine Café mit Klimaanlage und einem MINI-Raucherbereich.

 

Vorher habe ich mir den Tsurugaoka Hachimangu Schrein also nochmal angesehen, aber ich muss sagen, recht kurz, denn es war so heiß, dass ich es sogar den Japanern nachgemacht habe und meinen Regenschirm als Sonnenschirm genutzt habe.

Eigentlich wollte ich ja was „Neues“ ansehen und nach kurzer Rücksprache mit Mister Google, bin ich wieder in den Zug gestiegen und bin nach „Hase“ ans Meer gefahren. OHH wie gerne wäre ich rein gesprungen, aber ein kleiner Spaziergang mit nackten Füßen im Wasser tat auch schon gut. Dann stand ich vor einer schwierigen Wahl: entweder noch einen Kilometer laufen und einen gr0ßen Buddha ansehen oder zurückfahren und Yu beim Schwimmen zu sehen. Die Oma in mir hat entschieden und ich habe mich auf den Rückweg gemacht.